Clubkultour“ ist ein 2015 begonnenes, nicht kommerzielles Projekt aus dem Bereich der Geschichts- und Erinnerungskultur. Ziel ist es den kulturellen Wert, von dem was wir „Clubkultur“ nennen, stärker im kollektiven Gedächtnis der Stadt zu verankern.

Unter dem Dach der Clubkultouren wurden mit unterschiedlichen Partnern für die verschiedensten Kontexte eine Vielzahl von Recherchetools und Vermittlungsformaten erprobt und umgesetzt. Seit zwei Jahren werden auf drei unterschiedlichen Routen Stadtführungen zur Geschichte, zu den Standorten und zur Zukunft der elektronisch produzierten Musik (dem Techno) in Berlin angeboten.

Darauf aufbauend entstand das Weiterbildungsangebot „Clubschule“ für Multiplikatoren (Stadtführer). Denn eine Untersuchung der Veröffentlichungen touristischer Anbieter in Berlin von uns ergab, dass sich in deren Programmen die Clubkultur und die Kreativwirtschaft nur sehr eingeschränkt wiederfinden.

Aus dem Schulungsprogramm für die Berliner Stadtführer entwickelten wir Bildungsurlaubsangebote. Die von der Landeszentrale für politische Bildung geförderten Seminare werden in Zusammenarbeit mit dem Bildungsträger „Arbeit und Leben“ in 2019 zum dritten Mal umgesetzt.

Neben der Betreuung von Semester- Bachelor- und Masterarbeiten, bieten wir für Universitäten aus dem In- und Ausland fachspezifische Führungen zur Geschichte der Berliner Clubkultur an.

Mit Workshops die wir auf Musik-Festivals wie z.B. dem Feel-Festival durchführen, gehen wir Fragen zur Geschichte, Ästhetik und den Rahmenbedingungen der clubkulturellen Kulturproduktion nach.

Das Label „Clubkultur-Spezial“ dient uns dazu auf fachspezifische Themen zu reagieren. So beteiligten wir uns im Jahr 2016 und 2017 mit Führungen am „Tag des offenen Denkmals“, auch in 2018 sind wir wieder dabei. Wir zeigen, wie die Berliner Clubs zum Erhalt besonderer historischer Bauwerke und Ensembles sorgen und so einen Beitrag zur Berliner Stadtentwicklung leisten. *1

In der gutachterlichen Tätigkeit liegt der Schwerpunkt darauf, wie das Wechselverhältnis der Clubkultur zur Stadtgeschichte und zur Stadtentwicklung im öffentlichen Raum wahrnehmbar gemacht werden kann.

Ausgehend von der Feststellung, dass es sich bei der Clubkultur um ein komplexes Netz von Akteuren, von Musikproduzenten und Veranstaltern handelt, befassen wir uns seit 2016 mit der Frage welche Methoden der Forschung und des Archivierens zur Verfügung stehen oder eventuell entwickelt werden sollten.

 

 

* 1 Führungen Tag des offene Denkmals 2016, 2017 u. a.
Kaserne des 1. Garde-Dragoner-Regiments,
Reichsbahn-Ausbesserungswerk Franz Stenzer,
Brauerei Pfefferberg
U-Bhf. Heinrich-Heine-Straße / KitKat Club, Sage-Club
Silverwings Club – Flughafen Tempelhof